Das Gedicht im Zürcher Dialekt entstand aus einem 'Sängerwettstreit'. Inhaltlich ging es darum, ein vom modernen Menschen mit besonders wenig Respekt behandeltes Tier zu besingen. Ich wählte das Schwein, weil ich - ganz im Gegensatz zu meinen Rosslis - immer Freude habe an den Begegnungen mit diesen lustigen Tieren und dem heute vermehrt draussen stattfindenden 'social life' in ihren Hangar-Dörfern.

Formal bestand die Herausforderung darin, möglichst kurze Reimzeilen zu machen:

Ou Sie!

Ou Sie,
Sou-sii
'Sch nüd ring!
'Ch besing
'S jetz gliich:

'Ch bi riich
A Späck
Und Dräck,
'Ch bi arm
A Verbarm'.

Wird gheisse
Z'feisse,
Drum tüends mi
- Müends mi? -
Meschte
Mit Reschte.

Staa g'laani Möcke,
Daa g'laani Bröcke
Us Hotel
Und Motel,
Spitööler
(Chli schmööler...):

S'hät Elters
Und Chelters
Gräämigs
Und Säämigs,
Salzigs
Und Schmalzigs,
Gschlüderigs
Und Pflüderigs
- Ja: Gable
Söttsch schnable! -

Und s'gits so
- Tönt 'schizo!' -
Dass d'plötzli
Es Chlötzli
Verwandti
Verbiissisch
So s'Tanti
Gschnäll schliissisch...

De Trick isch:
Dass d'tickisch
Isch alls rächt
(Ä falls schlächt!):

Tick im Hui,
Alls rüeft "Pfui!
Log de Bou
Vo der' Sou!
Die Figur
Vo der' Chluur!"

Nur de Puur
De bliibt stuur
Lat der ine
(Chuum chunnsch naa
Wider hine
Usez'laa!)

Und bald
Bisch hald
Gnueg feiss.
Mit Stotze
Und Steiss
Chasch protze!

Nüd lang...
De Gang
Zum Schlächter
-Gerächter-
wiis?
Frögsch liis -
Chunnt glii.
Verbii.
Schuss-
Schluss.

Feiss,
Heiss,
Frisch
Am Tisch
Wirsch gfrässe
- ääh: 'gässe
Vo Lüüt
Mit nüüt
Als chli Gluscht
I der Bruscht.

Nüd s'Bescht
Doch en Rescht
Macht d'Brugg
Zrugg
Zu öis Söi!
'Sch nüd neu,
Doch als Ziel
Scho debil...

Wiiterprichte
Söll d'Nichte.
Nüd iich:
Bin e Liich...

'Ch waag
Na e Fraag:

Sim mir
Mit Eu
Söi? -
Oder ihr
Mit Eus
Chlöis?