Interview mit Marlena Schädler anlässlich des

CCI Frauenfeld 2010

www.schaedler-eventing.de


(Foto: Tamara Acklin)
Marlena Schädler mit Best Of im B2 von Frauenfeld

 

CM:  Hallo Marlena, willkommen in der Schweiz.
MS: Hallo Christoph, danke für die Einladung.

CM: Bist Du zum ersten Mal zum Turnier in der Schweiz?
MS: Ja, das ist das erste Mal für mich.

 



Marlenas neues Zuhause

 

CM: Es ist ja wegen der Zollbestimmungen nicht so ganz einfach, mit Pferden in die Schweiz einzureisen. Was hat Dich veranlasst, dieses Abenteuer trotzdem zu wagen?
MS: Ja, ein Abenteuer war das tatsächlich. Aber es hat sich gelohnt, und zwar aus verschiedenen Gründen. Das Turnier in Frauenfeld genießt einen guten Ruf bei uns in Süddeutschland. Die Entfernung von knapp 150 km ist für mich interessant. Und schließlich sind hier ein paar von meinen ehemaligen Beritt-Pferden am Start, die ich gerne sehen würde.

 




CM: Du warst Bereiterin im Stall von Elmar Lesch in der Nähe von Luhmühlen. Wir haben einige gute Nachwuchs-Buschpferde, die über Leschs jährliche Top-Eventers Auktion in die Schweiz kamen.
MS: Genau! Ganz besonders neugierig bin ich auf „Light of Polaris“ , die jetzt von Tamara Acklin geritten wird und auf „Happiness“, die in der CNC* mit Davide Randone am Start sein wird.
Ich hatte das Vergnügen beide Stuten bei ihren ersten Geländeprüfungen reiten zu dürfen.
Ausserdem freue ich mich darauf Patrizia Attinger zu treffen. Sie ist öfter in Bavendorf zu Trainings gewesen. Mit ihr und den anderen Mädchen war ich öfter nach Feierabend noch unterwegs. Ihre Pferde Raumalpha und Hilton sind ja auch aus dem Stall Lesch. Ein weiteres von mir zu Qualifikationsergebnissen gebrachtes Nachwuchspferd ist noch dort und soll dieses Jahr zum Bundes-Championat für junge Vielseitigkeitspferde.

 



CM: Marlena, Du bist nun wieder zurück in Süddeutschland. Wie sehen Deine weiteren Pläne aus?
MS: Ich möchte meine in Bavendorf, Marbach und Irland gesammelten Erfahrungen hier umsetzen.
Meine Eltern betreiben eine kleine Hobbyzucht in einer kleinen Ortschaft in der Nähe von Laupheim.
Laupheim liegt an der B 30 zwischen Friedrichshafen und Ulm, ca. 60 km nördlich des Bodensees.
In der Nähe unseres eigenen Hofes wurde gerade eine neue Reitanlage erstellt, die hervorragende Bedingungen bietet. Dort werde ich am 15. Mai mit momentan 5 Pferden zum Anreiten und Ausbilden einziehen. Eine große Halle und zwei Aussenplätze bieten genügend Platz zum Arbeiten.
In Laupheim/Lußhof findet dieses Jahr wieder das Championat des süddeutschen Geländepferdes statt. Dieser Platz ist nur 5 km entfernt. Meine Eltern züchten Pferde für die Vielseitigkeit. Sie haben auf unserem Hof diverse Geländehindernisse wie z.B. einen Wasserkomplex, Auf- und Absprünge und einige mobile Hindernisse gebaut, die dazu geeignet sind, junge Pferde und junge Reiter an die Aufgaben heran zu führen. Auch diese Geländehindernisse sind nur ca. 5 km entfernt.



 

CM: Was sind Deine Ziele ?
MS: Als Saison-Ziel dieses Jahr sehe ich die Teilnahme am Bundes-Championat mit meiner Stute „Best of“. Sie ist aus unserer Zucht und soll nach ihrer sportlichen Karriere wieder dort hin zurückkehren.
Dann habe ich kürzlich einen talentierten 7-jährigen Wallach von Lucio Silla xx übernommen, der demnächst die ersten Prüfungen gehen soll, zusammen mit einem sehr vermögend springenden, aber noch vollkommen unerfahrenen 6-Jährigen von Candillo aus einer Halbblut-Mutter.
Und nicht zuletzt hoffe ich, zum Saison-Ende unser Baby, einen 4-jähriger Sohn des Cavallieri xx aus einer Halbblut-Mutter, zum ersten Start in einer Geländepferdeprüfung zu bringen.
Für mich persönlich ist wichtig, daß es mir gelingt, mich als festen Ansprechpartner für die vielseitige Ausbildung von Pferd und Reiter zu etablieren. Hier aus der Region habe ich bereits einige Züchter, die mir Ihr Vertrauen schenken und ihre jungen Pferde zur Ausbildung schicken.

Es wäre schön, wenn ich auch einige Pferdefreunde aus der Schweiz dafür interessieren könnte.
Ich denke, die bereits in der Schweiz erfolgreich eingesetzten Pferde sprechen für meine Arbeit.
In diesem Zusammenhang ist vielleicht auch interessant, daß die Aufstallungskosten in unserer Region deutlich günstiger sind als in der Schweiz. Aus diesem Grund kann ich auch einen sehr interessanten Komplett-Preis anbieten.

 


Hier entsteht ein Wasserhindernis


CM: Marlena, vielen Dank für das Interview.
MS: Vielen Dank auch, und viel Spaß und Erfolg mit Poly.