Kritischer Gedanke zum Teilnehmerfeld der SM Elite 09

29.4.09/cam. Rund 10 Teilnehmer - vielleicht auch weniger, je nach Abmeldungen - an einer SM Elite ist herzlich wenig. Die Veranstalter wiesen die Verantwotlichen im Vorfeld darauf hin, dass es nicht allzu viele Paare gebe, die für eine lange Zweisternprüfung, eine CCI** qualifiziert seien. Ein schon mehrfach vorgeschlagenes Mittel zur Erhöhung der Teilnehmerzahl wäre die Abschaffung der Regel, dass Junioren und Junge Reiter nur an einer einzigen SM pro Jahr teilnehmen dürfen. Das mag in Ländern wie Deutschland oder in Disziplinen mit riesigen Nachwuchsheeren wie dem Schweizer Springsport passend sein, in unserem Sport, der in der Schweiz in den letzten Jahren konstant schwindende Teilnehmerzahlen zeigte, ist es m.E. falsch. Die Ausrede, es stehe in irgend einem Reglement, lasse ich nicht gelten. Reglemente sind Führungsinstrumente, Kommunikationsplattformen für sportliche Spielregeln, und nicht sakrosankte Bibeltexte. Der gute Führer führt u.a. mit Reglementen, er ist nicht ihr Sklave.

Ein zweiter, quantitativ noch viel mehr versprechender Vorschlag stammt von Danièle Vogg und wurde offenbar in Baden-Württemberg getestet: Man könnte auch alle Schweizer Paare zur SM zählen, die an der gleichen Veranstaltung die Einsterneprüfung bestreiten, deren Schluss-Resultat mit einem Koeffizienten - z.B. 1.5 - multiplizieren und eine gemeinsame Schlussrangliste erstellen. Wer also z.B. die Einsternprüfung mit 40 Punkten beendet, findet sich mit 60 Punkten in der Endabrechnung wieder. Das ergäbe eine durchaus faire Möglichkeit, Paare mit unterschiedlichem Leistungsstand gegeneinander antreten zu lassen (eine Herausforderung, die SEC-Präsident Dr. Alfred Schwarzenbach anders, aber ebenfalls fair mit der Forme für das SEC-Championat löste). Die Chance, dass ein Einsternpaar gewinnt, ist dabei relativ klein, aber die Chance auf einen Platz in den Top Ten durchaus intakt.