...und ab und an eine Trouvaille eines Marktpartners im freien Spruch-Handel
Wer den Aphorismus mit absolutem Gültigkeitsanspruch ausstattet, hat den Witz dieser Textsorte nicht begriffen. Wer ihn nur als Witz begreift, desgleichen.
Januar 12
Freiheit ist das Abenteuer, Wahrheit im Plural auszuhalten.
Dezember 11
Ein Mangel verschwindet erst, wenn wir die Lektion gelernt haben, die er uns vermitteln will. Wenn wir ihn ohne Lernprozess zum Verschwinden zu bringen trachten, verwandelt er sich - in einen anderen Mangel.
Denken ist ein Luxus für Fortgeschrittene
Und wenn tausend nach allen Regeln wissenschaftlicher Kunst durchgeführte Experimente zum Ergebnis führen, dass man 'hier nichts sieht', so reicht eine Biene, um die Relativität, die beschränkte Gültigkeit dieser Behauptung aufzuzeigen.
November 11
Der Unfehlbarkeitsanspruch, der aus dem Mund dessen hervorquillt, der 'wissenschaftlich bewiesen' krakeelt, steht dem heute etwas weniger en vogue seienden 'der Papst sagte ex cathedra' an Anmassung nicht nach.
Der Glaube an die Wissenschaft ist die modernere Form der 'selbst verschuldeten Unmündigkeit' Kants.
Oktober 11
Einige Halbgebildete glauben, sie dächten schon Bedeutsames, wenn sie lasziv den Kopf auf die Hand stützten wie Rodins 'Denker'.

September 11
Kommunikationsverweigerung ist die Arroganz des Dummen
Anzahl und Opulenz der aus einem Menschenmaul herausquellenden Ausreden sind ein treffsicheres Kriterium für den Entwicklungsstand des Maulinhabers. Der Erleuchtete braucht keine einzige mehr.
Ihr Leben war eine einzige Ausrede.
Die menschliche Verbalsprache ist ein Laufgitter, aus dem nur Wenige herausfinden.
August 11
Die einzige Permanenz auf Erden ist ihre permanente Abwesenheit.
Permanenz ist eine starke Metapher, eine Vision, vielleicht ein Gruss aus der 'andern Welt', aus der 'Einheit', aus dem 'Paradies', dem 'Tao', dem 'Himmel' - zu glauben, sie liesse sich hienieden einrichten, ist ein - allerdings permanent erscheinender - süsser Irrtum.
Die Existenz von Beamten und Stubenfliegen wird von den übrigen Bewohnern unseres Planeten oft als unnötig, sinnlos, ja als lästig empfunden. Beamte leben allerdings in der Regel länger und - von vielen wird es beklagt - man darf ihre Lebenszeit auch nicht gleichermassen straflos verkürzen wie diejenige der Fliegen.
Der soziale Talfahrtsstaat verwechselt nicht nur Gleichmacherei mit Gerechtigkeit, sondern auch staatliche Umverteilung mit privater Solidarität
Ausweitung des Umverteilungszwangs geht direkt proportional mit dem Niedergang der Solidarität einher.
Je mehr Umverteilung, desto weniger Solidarität.
Ein sozialistisches Staatskollektiv zerfällt in dem Augenblick, in dem der Umverteilungszwang nicht mehr durchgesetzt werden kann. Teamdenken und Solidarität basieren auf Freiwilligkeit.
Juli 11
Auswahl und Anspruch verwandeln vordergründig als hehre Liebe verkaufte Gefühle klammheimlich und blitzschnell in schatteninduzierte Werturteile und ordinäre Gier.
Fundamentalismus - die Absolutsetzung eigener Wahrnehmungsverarbeitungsresultate - ist ein natürliches Phänomen, das in einer gesunden Entwicklung in der Pubertät durchlebt und überwunden wird. Nur: die Pubertät dauert bei vielen bis ans Lebensende, dem sie - dank ihrer fundamentalistischen Neigungen - allerdings oft früher entgegensprengen als die Natur vorgesehen hätte.
Der Erleuchtung ist es bekanntlich egal, wie du sie erlangst. Du kannst auch die Idee des ins Grenzenlose expandierenden Universums auf dein Bewusstsein übertragen - and you've got it!
Wenn wir die Vorstellung eines ins Grenzenlose expandierenden Universums auf unser Bewusstsein übertragen, haben wir die Chance, auf einen 'Chlapf' all das zu begreifen, was alle grossen Weisheitslehren der letzten paar tausend Jahre zu vermitteln versuchen.
Die von uns als 'aussen' wahrgenommene 'Welt' spielt ihre Rolle als Spiegel brillant. Wer will - und ich wollte - kann beispielsweise das ins Grenzenlose expandierende Universum als Analogie für die Entwicklung unseres Bewusstseins deuten.
Die Welt kann nicht mehr, als uns permanent und mit hoher Präzision unseren Entwicklungsstand spiegeln. Reinkucken und den Spiegel als Spiegel durchschauen müssen wir schon selbst.
Der einzige Unterschied zwischen Schneewittchens Stiefmutter und uns ist, dass das Spieglein, Spieglein nicht an der Wand, sondern in der 'Welt', in jeder unserer Wahrnehmungen und Wertungen hängt.

Und wenn nun Bärte Ähnliches überdeckten wie üppige Behaarung des Unterrückens?
Liebe ist ein Zustand der Fülle - Gier ein Zustand des Mangels
Lieben ist Ruhen in der Fülle - Begehren ist Herumschiessen im Mangel
Glück ist Lieben ohne Habenwollen
'Präventive Fürsorge' ist ein Euphemismus für körperliche und geistige Vergewaltigung und Entmündigung - klingt aber bedeutend besser auf den Wahlplakaten.
Noch hinter dem kleinsten Häufchen Pathos lugt frech das 'Absolute-Wahrheits-Teufelchen' hervor.
Juni 11
"Das Pferd ist kein Arbeiter, sondern ein Künstler!" (Jean-Jacques Fünfschilling)
Die Fähigkeit, jede Wahrnehmung zu benennen, einzuordnen und örtlich, zeitlich und wirkursächlich zu verknüpfen, hat die Hybris des Menschen, die Illusion der Herrschaft über das Wahrgenommene erzeugt und ihn - direkt proportional dazu - sukzessive vom Glück der Verbundenheit, des Einsseins mit dem Wahrgenommenen abgetrennt. Spirituell gesehen gibt es nichts Ärmeres und Dümmeres als die Neunmalklugen.
Fürsorge ist immer auch Entmündigung. Deshalb schubsen Tiermütter ihren Nachwuchs auch so zeitverzugslos und hartnäckig in die Selbständigkeit.
Tipp für Mörder und solche, die es werden wollen: Begründe deine Tat religiös - Verständnis statt Gefängnis ist dir gewiss.
Es ist egal, auf welche Religion, Ideologie, Weltanschauung oder Wissenschaft sich deine Toleranz, Offenheit und Achtsamkeit stützt.
Vorurteile können rechtsgültig und tödlich sein - wahrer werden sie dadurch nicht.
Mai 11
Ein untrügliches Zeichen für geistige Impotenz ist das Vermeiden von Dialog und Auseinandersetzung.
Kapitalismus ist, wenn das Buch "Schafft den Kapitalismus ab!" zum Bestseller wird.
Wer nie denkt, ist ein Trottel. Wer nur denkt auch.
Kommunikation beginnt bei der Wahrnehmung - lange bevor der nackte Affe seine Sprech- oder Schreibwerkzeuge in Bewegung setzt
Geiz-ist-Geilen bleibt das simple Geheimnis des Schenkens lebenslänglich verschlossen: Freude machen macht Freude!
Die einzigen belegbaren Effekte des sozialen Talfahrtsstaates sind Verfettung, Verweichlichung, Verblödung, Vergreisung und Verschuldung.
Wer befangen ist, muss als Urteilender in den Ausstand treten. Wieso gilt das nicht, wenn Sozialhilfebezüger über die Erweiterung des Sozialstaats abstimmen?
Geistige Einfachheit hat auch etwas ungemein Charmantes. Aber doch eher am Tresen, auf dem Fussballplatz oder im Bettlein als an der Urne.
Würde das Stimm- und Wahlrecht an die geistige Mündigkeit geknüpft - wir bräuchten kaum noch Stimmenzähler.
Geniale Machthaber kontrollieren die Gedanken ihrer Untertanen nicht mit Repression, sondern durch Suggestion.
Zum Schutz der Menschheit vor Schäden durch Denk-Bomben wurde das Denken wegrationalisiert. Niemand bemerkte seine Abwesenheit, da man ja, um das Verschwinden des Denkens zu bemerken, hätte denken können müssen..
Das schöne am Papstsein ist nicht das Leben in Ministranten-Saus und Papamobil-Braus, sondern das Totsein: eh du dich's versiehst und kaum verrottet nagen die Würmer an heiligem Fleisch und legen Reliquien frei.
April 11
Neid, Missgunst und nach aussen projizierten Selbsthass gut zerquirlen und mit einer roten Einfaltsblume dekorieren - und schon haben Sie einen Beitrag zur Behebung der Nachwuchssorgen linker Parteien geleistet.
Einfalt ist die beste Voraussetzung dafür, an der Lächerlichkeit der eigenen Egozentrik nicht zu verzweifeln
Eine gute Portion Einfalt gehört ins Gepäck jedes grossen Selbstdarstellers.
Die Eitelkeit grosser Figuren wie Goethe ist der tröstliche Hinweis darauf, dass Einfalt auch vor klugen Köpfen nicht Halt macht.
Die Kehrseite dessen, was wir 'gross' finden an Künstlern, Gelehrten, Sportlern, Staatsmännern, Unternehmern ist ihre oft ebenso grosse Einfalt in Dingen, die nicht zu ihrem 'Kerngeschäft' gehören.
März 11
Judgement kills love
Freiheit bedeutet selbst zu entscheiden, was man unter 'Freiheit' versteht und wo und wann man die selbst gewählte Freiheit in welchem Masse beansprucht.
Der innerlich Freie bleibt auch bei äusserer Unfreiheit frei.
Unfrei ist der unbewusst Nachplappernde - so gesehen gibt es fast nur Unfreie.
Februar 11
Niemand glaubt sicherer zu wissen, als der wahrhaft Glaubende. Und niemand weiss sicherer, dass er nur glaubt, als der wahrhaft Wissende.
Politiker sein ist eine ähnliche Therapieform wie das Mitspielen im Laientheater - mit dem kleinen Unterschied, dass Letzeres bedeutend ehrlicher und für die Welt harmloser ist als Ersteres.
Januar 11
Politik und Politiker
Wer als Kind schon in jeder Lebenslage eloquent eine Lüge serviert und seine Versprechungen wortreich nicht hält, hat das Zeug zum Politiker.
Wir brauchen Politiker wie Zinnsoldaten genau so lange, bis wir begreifen, dass wir sie nicht brauchen.
Wir brauchen Politiker, um zu begreifen, dass wir sie nicht brauchen.
Die Wichtigkeit der Politiker in einem Land ist ein untrügliches Zeichen dafür, wie verblödet und entmündigt seine Einwohner schon sind.
Politiker sind wie Marienkäfer. Sie fliegen putzig-trutzig herum und tun so, als hätten sie und nur sie die Lottogewinnzahl auf dem Rücken.
Ein wenig Dummheit ist nicht zwingend, aber hilfreich, wenn du Politiker werden möchtest.
Platons Vorschlag, dass nur Philosophen Herrscher sein sollten, war, mit Verlaub, entweder Eigen-PR oder eine naive Furzidee. Denn Weisheit und Politik passen etwa ähnlich gut zusammen wie Delfine und Tierversuche.
Politiker machen Tierversuche an Menschen.
Solange Politiker in der geschützten Werkstatt ihre bescheidenen ideologischen Verkäuferlispieli machen, sollte man sie gewähren lassen. Der Schutz, den die geschützte Werkstatt bietet, sollte allerdings primär nach aussen gewährleistet sein.
Politiker sind wie Seifenblasen. Mit dem Unterschied, dass die, die sie aufbliesen, mitplatzen.
Je weniger Politik, desto autonomer die Bürger.
Ein hochentwickeltes Land mit autonomen Bürgern braucht keine Politikerkaste.
Er wollte sich gerade an einem graubraunen Mörgeli von einer Brücke stürzen, da überredete ihn ein Schläuling, sich doch zuerst mal versuchsweise in die Politik zu stürzen. Leider tat er es.
Das Sozialste an der Sozialpolitik ist, dass auch und gerade Dumme, Hässliche, Talentlose immer noch eines werden können im Sozialstaat: Sozialpolitiker!
Bist du bedrückt, weil du selbst zur Einsicht gekommen bist, dass du eher etwas hässlich, eher etwas dumm und eher etwas talentlos bist? Nicht verzweifeln: du kannst immer noch ein Ehrenamt übernehmen oder gar Politiker werden. Dort reicht das Wollen.
Der Mensch hat keine natürlichen Feinde - ausser sich selbst. Auch wenn dies prima vista nicht auszureichen scheint für die Regulierung - seien Sie getrost: er schafft es.
Gewalt ist wie eine Droge. Im besten Fall befriedigt sie den Gewaltanwender kurzfristig - und hinterlässt dann innen und aussen Kaputtheit.
Gewalt verändert die Welt nie in die erwünschte Richtung. Trifft sie auf Unentwickelte, erzeugt sie Gegengewalt, trifft sie auf Entwickelte, geht sie durch sie hindurch ins Leere.
Gehorsam ist der beste Beweis für Unmündigkeit.
Gehorchen ist etwas für Dumme, Feige und Faule.
Nichts riecht mehr nach Diktatur als weitverbreiteter Konsens und Gleichheit.
Wo zwei oder drei gleicher Ansicht sind, da nehme Reissaus, wenn du nicht in die klebrigen Fänge von Uniformität, Zwang, Gewalt und Diktatur kommen willst.
Notorischer Ungehorsam mag mühsam sein, notorischer Gehorsam aber verdirbt den Charakter nachhaltig und ist die beste Voraussetzung für alle Übel dieser Welt.
Ihr Los war das Rücksichts-Los.
Immer wenn Rücksicht angesagt war, litt sie an akuter Nackenstarre. Für sie wurde der Rückspiegel erfunden.
Mit der Aufklärung ist es wie mit der Liebe. Es nützt nicht, wenn sie zu anderen Zeiten in anderen Köpfen und Herzen stattgefunden hat. Soll sie wirken, muss sie in dir jetzt hier stattfinden.
'Netz' kann man mit 'Gefangensein' oder mit 'Verbindungsmöglichkeiten' assoziieren.
Man kann sich auf nichts verlassen! - Ausser darauf, dass man sich auf nichts verlassen kann.
Sie war zu Tag und Nacht gut - für ein unfreundliches Wort.
Ihr gefiel Gefallenes. Es erhöhte ihr Ich, das noch stand.
Die Weigerung, sich zu verändern, macht berechenbar, angreifbar, verwundbar. So laufen auch Diktatoren und private Serienkiller früher oder später ins Messer.
Dezember 10
Das Kollektiv funktioniert dank der Verschiedenheit miteinander Verbundener, nicht dank der erzwungenen Gleichstellung Getrennter.
Er nahm jede Gelegenheit wahr, sich über andere Wesen zu stellen. So musste er sie nicht wahrnehmen.
Er übernahm sich immer wieder mit Exzessen aller Art. Nur Verantwortung übernahm er nie.
Sie war eine gute Zuhörerin. Sie hörte nicht nur den Münzen, sondern auch den Noten zu, wie sie in ihren Hut glitten.
Er nahm alles. Nur nicht Anteil.
Die Aufgabe des Ichs ist - die Aufgabe des Ichs.
Unmenschlich ist nur der Mensch.

Die selbstverliebte Egozentrik des Menschen zeigt sich auch darin, dass das Adjektiv 'menschlich' positiv, 'tierisch' hingegen negativ besetzt ist, wo es doch tausend Gründe gäbe, die Wertung umzukehren.
Weltsichten sind immer nur Glaubensvorstellungen. Eigentlich müsste es so viele geben wie erwachsene Entitäten mit eigenem Standpunkt und Bewusstsein. Dass es erstaunlich wenige gibt, hinter denen sich zum Teil Millionen Hinterherläufer einreihen, die demütig auf den Luxus selbständigen Denkens verzichten, könnte man als Hinweis darauf deuten, wie wenig Erwachsene es gibt.
Wer weiss, dass er nur glaubt, ist besser dran als wer glaubt, dass er wisse.
Nichts macht Diktatoren und religiöse Fundamentalisten ohnmächtiger vor Wut als wenn sie nicht ernst genommen werden.
Diktatoren sind wie alle Fundis bestens gewappnet gegen Feinde - und seien sie bis an die Zähne bewaffnet. Umso hübscher zu sehen, wie hilflos und lächerlich sie reagieren, wenn sie verlacht werden.
Eine der besten Waffen gegen das Pathos absoluter Wahrheitsansprüche ist homerisches Gelächter.
Ideologien mit Ausschliesslichkeitsanspruch verdienen immer verlacht zu werden, ob sie nun in ein wissenschaftliches, ökonomisches, politisches oder religiöses Mäntelchen verpackt daher kommen.
Eine Religion, die ihre Wirkung über den absoluten Wahrheitsanspruch ihrer Weltsicht erreichen zu müssen wähnt, verdient nicht mehr Respekt als jeder andere fundamentalistische Machtanspruch.
Der Unterschied zwischen 'Anderer-Meinung-Sein' und 'Hassen' liegt im absoluten Wahrheitsanspruch.
Wenn der Mensch auf das Kommunikations- und Toleranzniveau von Planeten, Bergen, Seen, Pflanzen und Tieren aufsteigen will, muss er seine absoluten Wahrheitsansprüche aufgeben.
Einer der faulsten Tricks zur Legitimation von Zensur, Unterdrückung, Totschlag, Krieg und Völkermord ist das Vorschieben religiöser Motive.
Wieso sollen religiöse Symbole und Rituale mehr Respekt verdienen als andere?
Wer es nicht erträgt, dass andere seine religiösen Ansichten weder teilen noch die Regeln und Rechtsordnungen seinen religiös verbrämten Fürzen anpassen, sollte sich überlegen, ob seine Religion, die er zu promovieren vorgibt, tatsächlich so eng, , intolerant und humorlos ist - oder ob er sie vielleicht nur dazu benutzt, seiner eigenen Kleinkariertheit mehr Bedeutung zu verleihen.
Der Zustand des Beleidigtseins entsteht immer auf der Seite des Rezipienten, des Welt Wahrnehmenden und Interpretierenden. Sogar wenn ein aktiver Sender im kommunikativen Prozess beleidigen will, muss ihm das noch lange nicht gelingen.
Geld ist geronnene Macht mit ausgefilterter Verantwortung - und damit tauglich für jeden Deppen.
Die Ehe ist die einzige Gefängnisstrafe, bei der 'lebenslänglich' wörtlich gemeint ist.
Frauen, Pferde und Autos zählen zu den erfolgversprechendsten Garanten auf dem Weg in den Ruin.
Reliability makes marriage so boring, absence of reliability kills it.
Die Ansprüche an die 'feste Liebesbeziehung' sind in sich widersprüchlich. Das Vertragliche bringt alles Abenteuerliche zum Erlahmen. Und alles wirklich Abenteuerliche torpediert das Vertragliche.
November 10
Die lieben Fundis
Fundis und Pubertierende interessieren sich nur für sich selbst. Was sie wahrnehmen, überpissen sie mit ihrer Wertung und der so entstehende Gestank dient ihnen dann als Legitimation, die wahrgenommene Welt zu bekämpfen.
Wer Absolutheitsansprüche stellt, wer 'Man weiss heute...' labbert, hat die Qualifikation als Forscher verloren und ist vom Wissenschafter zum Popen mutiert.
Das ewig Weibliche...
Schöne Frauen sind wie Träume: wenn du erwachst, sind sie weg - oder noch da, aber nicht mehr schön.
Eine Blume pflücken - kleines Glück
Viele Blumen schauen - grosses Glück
Mit Frauen ist es wie mit Blumen: man sollte dem Reiz widerstehen, sie zu pflücken.
Geniesse Blumen und Frauen dort, wo sie sind.
Mit schönen Frauen ist es wie mit Blumen: man sollte sie dort bewundern, wo sie wachsen, vielleicht an ihnen riechen, sie ganz vorsichtig berühren, ihrem Rauschen lauschen - nur nach Hause nehmen sollte man sie nicht. Sie verblühen, verwelken und verlieren sehr rasch ihren Reiz.
Nichts zerstört den Reiz des Wundervollen schneller als die Inbesitznahme: das Pflücken der Blume, das Aufspiessen des Schmetterlings, das Heiraten der Schönheit.
Er setzte alle seine Gaben ein, um das Leben berechenbarer zu machen - und verlor dabei das Wichtigste: das Abenteuer.
Was uns als 'vernünftig' angepriesen wird, ist meist nur schlecht kaschierte Feigheit vor dem Abenteuer 'Leben'
Endlich verstehe ich linke Politik: sie will Chancengleichheit für das Unrecht!
Wieso das Geschrei um Folter weltauf weltab? Folter ist doch das häufigste zwischenmenschliche Phänomen? Jedenfalls wenn man die Ehe dazu zählt.
Der grösste Stolperstein in der menschlichen Kommunikation ist das Verwechseln der eigenen Welt mit der der andern.
Mit den von jedem Bewusstsein geschaffenen Welten ist es wie mit farbigen Kreisen in der Mengenlehre: man könnte durchaus Schnittmengen zu bilden versuchen, sollte aber darauf gefasst sein, dass dabei neue Farben und Formen entstehen.
Nur wer bereit ist, auf die Dominanz seiner eigenen Weltfarbe zu verzichten, ist kommunikationsfähig.
Aufgabe der Philosophie wäre, mit Hartnäckigkeit all die Fragen zu stellen, auf die niemand eine Antwort weiss.
Aufgabe der Philosophie ist nicht, Wissen zu verkaufen, sondern Unwissen.
Aufgabe der Philosopie ist nicht, im Eigenlob-Chor prahlerischer Subwissenschaften mit zu singen, sondern vom Dirigentenpult her immer wieder abzuklopfen und der beeindruckenden Stille des Nichtwissens Raum und Gehör zu verschaffen.
Je tiefer wir uns ins 'Wie genau?' begeben, desto weniger hinterfragen wir das 'Warum überhaupt'?
Je tiefer wir uns in die Differenzierung einer Thematik begeben, desto weniger sind wir bereit, die Relevanz der Thematik und ihre Axiome zu hinterfragen.
Eines der sichersten Anzeichen für galoppierende Dummheit ist die Illusion gesicherten Wissens - die neckische Einsicht gilt selbstverständlich auch für diese These.
Der Mensch ist das einzige Tier, das mit den ihm zur Verfügung stehenden Gaben und Mitteln nicht umgehen kann.
Die einfachste Form des Machens ist Wegmachen, Wegputzen, zum Verschwinden bringen. Es ist die einzige, die alle Menschen unabhängig von ihren Gaben sofort begreifen und anwenden können.

Oktober 10
Schlimmer als vollumfänglich unerfüllte Bedürfnisse sind vollumfänglich erfüllte.
Dummheit ist die beste Voraussetzung für jede Form von Fundamentalismus - auch und besonders von wissenschaftlichem.
Die Absolutsetzung von Trennlinien, Grenzen, Definitionen ist eines der untrüglichsten Zeichen für galoppierende Dummheit.
Die angenehmsten Zeitgenossen packen alles, was ihnen widerfährt, freudig und ärmelhochkrempelnd als Herausforderung an, auch Krankheit, Verlust, Sterben und Tod.
Und was, wenn es gar keine Opfer, nur Täter gäbe?
Die beste Methode, uns als Deppen zu outen, ist das Jammern über die Welt, die nicht ist, wie sie sein sollte.
Wer die Welt beschissen findet, beschreibt damit nur sich selbst.
Keine Pflanze, kein Tier, kein Ding bleibt in der Entwicklung auf die in ihm angelegte optimale Möglichkeit hin so früh stecken wie der Mensch.
Viele Tiere durchlaufen nach dem Schlüpfen oder der Geburt eine Trotzphase mit prahlerischer Aufblähung des Egos, die zusammen mit den körperlichen Kinderkrankheiten für einen Reifungsprozess sorgen. Die Menschen bleiben bereits als Kollektiv in der Ich-Aufblähung stecken, was alle ausser ihnen mit Schmunzeln feststellen.
Bei vielen Menschen findet die Entwicklung ihren Höhe- und Endpunkt bereits mit der Aufplusterung des Ichs.
ICH-Unternehmen wählen mit Gewinn eine Rechtsform mit beschränkter Haftung.
Befehlsverweigerung aus ethischen Gründen verdient nicht Ächtung, sondern Achtung.
Je blinder der Ehrgeiz, desto labiler die Persönlichkeit.
"Ich bin nicht böse, nur treu - mir und meiner Lieblingstätigkeit!", seufzte der Serienmörder und strich fast zärtlich über die herrlich scharfe Klinge seines Messers...
September 10
Was Männer nie begreifen: Frauen wollen lebenslänglich tagtäglich neu erobert werden.
Was Frauen nie begreifen: Auch der wägste Ritter verliert irgendwann den Spass daran, die immer gleiche Festung zu erobern - je 'fester' sie wird, desto schneller.
Frauen möchten verständlicherweise das Machterlebnis immer wieder haben, das sie beim ersten Umworbenwerden hatten. Dieses Hinhalten, dieses Warten und Leidenlassen, all die verrückten Ausformungen der Leidenschaft, all der gigantische Aufwand um die vier mehr oder weniger wohl geformten vier Fetthügel einzunehmen . und sie tun das, was Faust als Kriterium für den Verfall seiner Seele an den Teufel festsetzte. Sie seufzen "Ach Augenblick verweile doch, du bist so schön..." Männer geben sich aber naturgemäss immer nur für die Erstbesteigung alle erdenkliche Mühe. Und die Halbwertszeit von der Lust zur Last ist erschütternd kurz.

Männer stürzen selten beim Aufstieg ab, eher beim Abstieg. Nach dem Gipfelerlebnis nimmt die Aufmerksamkeit ab. Das gilt es beim Abstieg von Bergen und Frauen gleichermassen zu beachten.
Männer tun es hirnlos heiter
Frauen denken - meistens - weiter.
Männer suchen Abenteuer - Frauen Sklaven.
Als Kriterium für die Machtverhältnisse in einer Mann-Frau-Partnerschaft dient die Balance von Sicherheit und Abenteuer. Je mehr das Pendel vom Abenteuer weg Richtung Sicherheit ausschlägt, desto besser sitzt das Weib im Sattel..
Männer suchen Sex, Food und Applaus, Frauen Cash, Schutz und Applaus. Im Applaus finden sie sich - geizen aber meist fürchterlich damit. Mit Liebe hat alles nichts zu tun.
Der Zauber der Liebe liegt in der Absichtslosigkeit. Nichts stinkt fauler nach Absicht als Ehen und geregelte Partnerschaften.
Nichts gegen Verträge - solange sie nicht unter dem Kitsch-Label 'Liebe' vermarktet werden.
August 10
Fundamentalismus beginnt dort, wo wir überzeugt sind, dass die Welt nicht ist, wie sie sein sollte.
Der Fundamentalist spielt Gott, indem er irgendetwas absolut setzt: "So und nur so..."
Wer wissen möchte, wie sich ein Cocktail aus Dummheit und Feigheit anfühlt, der leiste bedingungslosen Gehorsam. Dabei ist es völlig wurst, wem oder was er sich bedingungslos unterwirft, einem Menschen, einer Ideologie oder einer Religion, das herrliche Gefühl der totalen Verantwortungslosigkeit und Verblödung stellt sich immer ein.
Es gibt nichts, vor dem alle und nichts, vor dem niemand Angst hätte. Allein diese Einsicht zeigt bereits, wie kurzsichtig es ist, Angstauslöser zu bekämpfen.
Wer Angst hat, sollte seine Energie in die Angstüberwindung stecken, nicht in die Verdrängung oder Beseitigung des Angstauslösenden.
Wer dem Angstvollen nachhaltig Gutes tun will, muss nicht das Angstauslösende entfernen, sondern die Angst überwinden helfen.
Verlustangst und Unsicherheit sind nicht zu schützen oder gar zu hegen, sondern zu übewinden
'Verlustangst' ist ein mitleiderregendes Nettwort, hinter dem weniger nette und meist unberechtigte Besitzansprüche hervoräugen.
Das Erkennen von Unterschieden entfaltet dann kreatives Potenzial, wenn es auf dem Boden der Gemeinsamkeit, der Zusammengehörigkeit geschieht. Eine Einsicht, die den Jüngern der rationalen Analyse und den Anbetern der Differenz bislang verborgen blieb.
Juli 10
Geld und Macht waren immer schon die Themen der Dummen, sowohl derer, die beides haben, wie derer, die sie darum beneiden. Kultur des Geistes kann dort beginnen, wo diese Themen in den Hintergrund rücken.
Das Mass des Gierens nach Geld und Macht eignet sich wundervoll als Kriterium für Dummheit und Kulturlosigkeit.
Wer nur nach Macht strebt, hält am Schluss immer Leichenteile in den Händen.
Das Gerangel um Macht ist wie das der Maden um die fettesten Leichenteile.
Alle Menschen sind behindert. Unterschiedlich ist nur die Offensichtlichkeit der Behinderungen.
Eine der am weitesten verbreiteten Behinderungen ist der segensarme Mechanismus, eigene Wahrnehmungs-Interpretationen für absolut gültig zu halten. Bislang konnte dieses Handicap nur bei Menschen beobachtet werden.
Dummheit ist nur ein anderes - zugegeben handlicheres - Wort für die Absolutsetzung dessen, was man erkannt zu haben glaubt.
Juni 10
Gib einem Menschen etwas Raum, etwas Zeit, etwas Zuwendung, ein Lächeln, Arbeit, eine Aufgabe, eine Münze, etwas zu essen, einen Schlafplatz oder was immer, er wird sofort einen Anspruch daraus ableiten.
Engel können in allen möglichen Verkleidungen erscheinen. Am seltensten kommen sie als Menschen. Aber es gibt sie!
Hier mal die zwei, denen ich bis anhin begegnete und deren Verkleidung ich durchschaut zu haben glaubte:


Wo auch immer du einen Zipfel Mensch erhaschst, zieh vorsichtig weiter, bis sich seine Niedertracht offenbart. Findest du sie nicht, sei gewiss, du hast sie nur noch nicht entdeckt oder es handelt sich wider Erwarten um ein Tier, eine Pflanze, einen Berg, ein Gewässer oder eine andere geheimnisvolle Einkleidung eines Engels.
Er war ein guter Mensch: sein ganzes Leben lang säte er und liess andere ernten. Er säte Zwietracht.
Hinter neckisch halbdurchsichtigem Zivilisationstüll mit Kulturspitzenborten lugt prächtig schimmernd und vielfältig glitzernd die nie ganz zu verbergende, so tief zu ihm gehörende, grenzenlose, alles durchdringende, unauslöschliche, menschliche Dummheit und Brutalität hervor.
Die Natur wurde dem Menschen vielleicht beigegeben, damit er an sich, seinen beschränkten Fähigkeiten, seiner verdorrten Intuition, seiner Unverbundenheit, seiner unüberbietbaren Dummheit nicht verzweifle.
Der Mensch hat die Empathie der ganzen Schöpfung verdient: kein anderes Wesen ist mit derart unfairem Equipment auf die Reise geschickt worden: er sieht nichts, hört nichts, riecht nichst, schmeckt nichts, be-greift nichts, fühlt nichts, erkennt nichts, versteht nichts - zumindest nicht das Wesen-tliche, das, was das Wesen des Wahrgenommenen ausmachen würde.
Wer wollte den Menschen niederträchtig schimpfen, wo er doch stets nach Höherem und Höchstem trachtet: dem Leben der andern.
Der Mensch strebt stets nach Hohem: er ist voller Höhertracht und bar jeder Niedertracht, denn er trachtet der ganzen Schöpfung nach dem, was er für sich als höchstes Gut reklamiert: dem Leben.
Zukunftsvision: Die Menschheit als weltumspannende Trachtengruppe, vereint in Aussen und Innen durch die eine, gemeinsame Tracht: die Niedertracht.
Mai 10
Er hing sehr am Materiellen. So hing er sehr am Geld, das nicht seins war, und schliesslich hing er an einem Seil, das nicht seins war, an einem Baum, der nicht der seine war und hauchte das Leben aus, das nicht das seine war.
Holzwege gibt es nicht, wo ein Ziel sowieso nicht in Sicht ist.
(Samuel Moser zu Ulrich Schlotmanns Buch 'Freuden der Jagd')
Viele Spitzensportler sind egozentrische Ekel - dabei handelt es sich aber - bad news für Leute, die vorläufig erst einmal über diese Eigenschaft verfügen - nicht um eine hinreichende Bedingung, um Spitzensportler zu werden. Um eine notwendige - good news für Nicht-Ekel - übrigens auch nicht.
Der wohlmeinende soziale Talfahrtsstaat hat es geschafft, bei der Masse eine Vollkasko-Mentalität zu implementieren, die alles bis und mit dem ewigen Leben vom Staat und nichts aber auch gar nichts von sich selbst verlangt. Als Prämien dienen die Steuern der andern.
Wörter sind Waffen. Ihr suggestiver Gebrauch kann hinterfragt und durchschaut werden.
Wer nach-denkt ist nur ein Wiederkäuer. Weise denken vor.
Das eigentliche Denken beginnt nach dem Nach-Denken. Oder zuvor.
April 10
Die in einem Rechtsraum geltende Rechtsordnung hat Vorrang vor religiösen Anweisungen. Blöd nur, wenn die Rechtsordnung gar keine ist, sondern nur die mit Gesetzeskraft ausgestatteten Anweisungen der Staatsreligion.
Es gibt durchaus Leute, die kein Problem damit haben, wenn ihnen am Morgen anstatt eines Gesichts ein Arschloch aus dem Spiegel entgegenblickt. Im Gegenteil: sie sind stolz auf sich und bewundern die biologische Besonderheit, dass ein Arschloch überhaupt etwas erkennen kann ausser aus ihm hervorquellende Scheisse.
Gewisse Schädel sind so leer, dass alles, was je eindringt, einen Gewinn bedeutet. Auch eine Kugel.
Ein leerer Kopf prostituiert sich leichter. Er hat nichts zu verlieren.
Nur starke Perösnlichkeiten können es sich leisten, das, was sie trägt und prägt zu hinterfragen.
März 10
Studien haben ergeben, dass zur Grundausstattung des menschlichen Genoms ein Schadenfreude- und ein Pharisäer-Genom gehören. Beim Homo Helveticus wurde regelmässig zusätzlich ein Polizisten-Gen gefunden. Wer gesund bleiben will - so die Präventions-Studie - sollte all diesen wichtigen Grund-Genen eine Bühne geben im Alltag. Wir tuns. Hier.
Zu den genialsten Waffen der Marktwirtschaft gehört die Vermarktung jeglicher sie betreffender Kritik. Ein wahrer Unternehmer verdient an der Tomate, die auf ihn geworfen wird, an der Reinigung seines Anzugs und an der Auflage der Boulevardzeitung, die darüber berichtet.
Die Welt als Projektionsfläche für all das zu benützen, was im eigenen Leben schief geht, ist die genialste und deshalb auch am weitesten verbreitete Methode, sich die Mühsal eigener Entwicklung zu ersparen.
Wenn die Welt schuld ist an meinem Unglück - tja dann kann ich von der Welt doch auch verlangen, dass sie sich ändert oder - das mindeste - mich durchfüttert und mir Trost spendet? Erst wenn die sozialen Wohlfahrtsstaaten endlich bankrott sind, könnte die unzeitgemässe Idee aus dem Verlies verbotener Gedanken herauskriechen, dass ja ganz vielleichtestens eventuellstens gar nicht nur ausschliesslichstens die böseböse Welt für mein Elend vollumfänglichstens verantwortlich zeichnen müsstete solltete? - Aber noch ist Susan Sontag und Krebs selbstverständlich ein ganz böser Zufall, der einem da einfach so zufällt, so zufällig wie Xanthippe, die Sokrates erst zu dem permanent barfuss auf dem Markt rumlaufenden Debattanten machte. Wenn wir das Zufallskonzept aufgäben, entstünde herrlich Raum für Dankbarkeit - auch und gerade für Xanthippen und andere unausstehliche Weiber, die wir uns ausgesucht haben, um mehr unterwegs zu sein - ähm zufällig natürlich, rein zufällig...
Februar 10
Sicherheit ist der Tod des Abenteuers.
Erotik nährt sich aus der Unsicherheit, aus dem Unerwarteten, der Überraschung
Wer nie bis an die Grenzen geht, weiss gar nicht, wo sie liegen - und ob es sie überhaupt gibt.
Grundmuster der conditio humana: der Natur trotzen - und im Trotz steckenbleiben. Dasselbe Muster lässt sich auch beobachten beim missglückenden Versuch, erwachsen zu werden.
In zwei Bereichen des Seins hat der Mensch unzweifelhaft 'Fortschritte' erzielt in den letzten paar tausend Jahren: In der quantitativen und qualitativen Effizienz seiner Destruktivität und in der konsequenten Abschaffung des Versuchs, im Wahrgenommenen und Erlebten Sinn, Bedeutung zu entdecken.
Januar 10
Ein hilfreiches Zeichen für die in einem Raum vorherrschende geistige Leere ist die Permanenz und Penetranz audiovisueller Berieselung.
Die Halbwertszeit radiophonen Geplärrs ist ähnlich radioaktiver Bestrahlung. Die Betroffenen leiden unter Langzeitschäden, wobei die radioaktiv Verseuchten wenigstens die Gnade eines baldigen Todes vor der geistigen Verblödung rettet, die die andern ereilt.
Nicht alle Albträume bleiben Träume.
Lebe deinen Albtraum am Tag - dann braucht er dich nachts nicht mehr heimzusuchen
Es gibt kaum eine sicherere Methode, die miesesten Eigenschaften eines Menschen zum Blühen zu bringen, als ihm Macht zu leihen.
Der Mensch erbringt durch seinen täglichen Machtmissbrauch unaufgefordert den Tatbeweis für seine Dummheit, die ihn unter allen Wesen markant herausragen lässt.
Dezember 09

21.12.09. Beim Denken ist es wie beim Skilaufen: die, die's können, bewegen sich ausserhalb der vorgespurten Pisten.
21.12.09. Achtsamkeit ist die Grundhaltung der wertfreien Anerkennung dessen, was in unsere Wahrnehmung tritt.
19.12.09.
Was den Menschen so stinkig macht
für den Rest der Welt,
ist nicht
der frische Wind
der verschiedenen Meinungen,
sondern der Furz,
dass jeder die eigene
für die absolute Wahrheit hält.

15.12.09.
Wären wir nicht selber Armleuchter, wie könnten wir andere Armleuchter als solche erkennen?
oder, Goethe nachempfunden:
Wär' nicht der Killer in uns drin
wie könnt uns Mörderei entsetzen?
Wär nicht in uns des Teufels Spin
wie könnt' Mensch Welt zu Tode hetzen?
12.12.09.
Es ist piepegal mit welcher Weltanschauung du offen und tolerant bist.
11.12.09.
Nicht die divergierenden Weltanschauungen sind das Problem, nur ihre Absolutsetzung.
1.12.09.
Befohlene Ethik ist keine.
November 09
Erotik ist mehr als Sinnlichkeit, denn sie findet im Geist statt.
Erotik ist eine mögliche Interpretation einer sinnlichen Wahrnehmung.
Oktober 09
Erotik hat immer etwas mit Freiheit zu tun. Deshalb entschwindet sie immer dann, wenn man sie festmachen, reglementieren will.
Die ganz individuellen Arschlöcher, mit denen die meisten von uns im Alltag immer wieder konfrontiert werden, haben eine wichtige therapeutische Funktion. Es handelt sich in aller Regel um Karikaturen von uns, die uns unsere eigene Arschlöchigkeit spiegeln, die wir selbstverständlich schön in den Schatten verdrängt haben. Wir sind ihnen eigentlich zu Dank verpflichtet.
September 09
Die Weisheit hilft der Freiheit, ihre Grenzen zu erkennen.
Reiten ist Polygamie mit viel Sinnlichkeit, aber ohne -gamie und damit auch ohne die trantütige Verketzerung durch kleinkarierte Pfaffen und Biedermänner, die - Gott sei's gedankt! - ihre platten Ärsche gar nie bis in einen Sattel zu schwingen trauen.
August 09
Deine Wahrnehmung hat schon ihre Richtigkeit: sie ist dir gemäss, sie spiegelt deine Welt; vereinige dich mit ihr. Aber erwarte nicht, dass sie - und sei es zufälligerweise - übereinstimme mit der Wahrnehmung anderer. Denn sie nehmen die ihnen gemässe Welt wahr, die ihre Welt spiegelt und sie vereinigen sich mit ihr.
Hesse hatte Recht: der Fluss weiss alles - und erzählt dir alles, wenn du bereit bist, dich auf seine Sprache einzulassen.
Juli 09
Alles ist 'deutig' - aber nichts ist eindeutig
Macht über andere Entitäten ist immer Anmassung und sollte durch die Demut des Dienens ausbalanciert werden.
Homo stupidus:
Kein Wesen tötet aus so lächerlichen, idiotischen Gründen wie der Mensch.
Kein tierisches oder pflanzliches Kollektiv gibt sich selbst Regeln, die die urnatürlichsten Freuden und Genüsse der Spezies vergällen.
Kultur ist nicht, KEINE Leidenschaften zu haben, sondern die eigenen Leidenschaften mit Respekt vor den durch sie Betroffenen auszuleben. Wenn ich die Jagdleidenschaft ablehne, so deshalb, weil ich genau diesen Respekt vermisse.
Zivilisation heisst, die Wahrnehmung anderer in ihrer Andersartigkeit zu respektieren ohne deswegen die Autonomie der eigenen Wahrnehmung zu verlieren. So gesehen sind Delfine weit zivilisierter als wir.
Kein Tier würde sich je so erniedrigen, wie es der Mensch in Ehe und Partnerschaft tut: Er verhökert ganze Körperbereiche zur alleinigen Nutzung an eine einzige Person - im Ehevertrag gar lebenslänglich und auch gültig, wenn die berechtigte Person von ihrer Nutzungsbefugnis gar nie Gebrauch macht. Daneben ist das Leben als Galeerensklave geradezu erfreulich: dort wird die gedungene Körperkraft vom Berechtigten wenigstens genutzt.
Etwas für sich zu reklamieren, nicht um es zu nutzen, sondern nur, um dessen Zweckbestimmung zu vereiteln und es andern vorzuenthalten, zeugt meines Erachtens von fast unüberbietbar widerlicher Gesinnung. Genau das aber ist das menschenrechtswidrige Substrat des Ehe-Vertrages, der bis heute die Geschlechtsteile der Beteiligten zur ausschliesslichen Nutzung durch den Ehepartner bestimmt, unabhängig davon, ob diese von ihrer Befugnis Gebrauch machen oder nicht.
Keine Entität käme auf die abstruse Idee, eine Beziehung auf das exklusive Benutzungsrecht der Geschlechtsorgane zu reduzieren. So primitiv ist nur der Mensch.
Alles darf man mit mehreren teilen - man darf sogar im Pfadilager oder im Militär zusammen pinkeln - nur die Verwendung der Geschlechtsorgane zur gegenseitigen Lustbereitung soll möglichst lebenslänglich auf einen einzigen Nutzungsberechtigten beschränkt sein. In der Regel just die Person, die nach den ersten hundert Nutzungen bis zum Ableben nicht mehr die geringste Lust darauf verspürt.
Juni 09
Wahrheit und Absolutheitsansprüche:
Wahrheiten sind Psychopharmaka für schwächliche Persönlichkeiten.
Die Einsicht, dass sich bislang keine Aussage eines Menschen als unbeschränkt gültig erwiesen hat, ist nur starken Persönlichkeiten zumutbar. Schwache brauchen die Illusion absoluter Wahrheiten wie Nichtschwimmer die 'Flügeli', Radfahren lerndende Kleinkinder die seitlichen Stützräder, unsichere Bergwanderer die Stahlseil-Geländer.
Das Bedürfnis nach allgemeingültigen Wahrheiten ist direkt proportional zur Schwäche der Persönlichkeit, die dieses Bedürfnis zeigt.
Willst du wissen, wie dumm dein Gegenüber ist, so suche seine Absolutheitsansprüche.
Nur der Schwache braucht die Illusion, seine Wahrnehmungen seien allgemeingültig.
Je dümmer ein Mensch, desto unverblümter sein Anspruch auf Allgemeingültigkeit seiner Wahrnehmungen.
Das Stellen von Absolutheitsansprüchen ist ein geeignetes Kriterium für Dummheit. Dass es nur bei Menschen vorkommt, kann man als Hinweis dafür betrachten, dass der Mensch wohl beste Chancen hat, als das dümmste Tier in die Annalen der Weltgeschichte einzugehen.
Wer eine Fähigkeit bei sich entdeckt, entwickelt und trainiert, nimmt sie auch leichter und differenzierter wahr bei andern.
Leben heisst Balancieren zwischen der Trittsicherheit des Ichs und der Unsteuerbarkeit des Selbst.
Sich öffnen ist der grösste Trick des Lebens - er führt über alles hinaus, auch über das Leben.
Ein schlechtes Gewissen zu haben sei den Menschen vorbehalten? - Sie sind auch die einzigen, die Grund dazu haben.
Mai 09
Wäre die Anzahl Plätze in der Arche Noah in umgekehrter Proportion zum Mass an Fiesheit, Machtgeilheit, Egodominanz und Machtmissbrauch der anstehenden Entitäten vergeben worden, wären die Menschen wohl aussen vor geblieben. Hand aufs Herz (nicht aufs Hirn): ob sie wohl irgendjemand je vermisst hätte?
Unter den vielen Attributen, die sich der Mensch in seiner unsäglichen Eitelkeit selbst zuschreibt, um sich vom Rest der Welt abzuheben, ist das wohl pathetischste die Schuldfähigkeit. Bei Licht besehen braucht es allerdings eine deftige Portion moralischer Akrobatik, um die Fähigkeit, ein richtig mieses Arschloch zu sein, zum Adelsprädikat zu verdrehen, anstatt gerade dies zum Anlass zu nehmen, auf jegliche Hierarchisierung der Entitäten zu verzichten, froh zu sein, dass die Tiere uns nicht tief unter sich selbst stellen. Wieso sie das nicht tun? - Ganz einfach: weil es unter ihnen keine miesen Arschlöcher gibt.
Hinter jeder menschlichen Tat, auch hinter denen, die sich oberflächlich als Segen, als hilfreich, als gut, als notlindernd, als genial präsentieren, steckt immer mindestens eine Prise Anerkennungsgier, ein Quäntchen Selbstbeweihräucherung, ein Schuss Machtgeilheit.
Fast alles, was Menschen tun, dient der Vergrösserung ihrer Macht. Wenn sie lernen, lenken, lügen, loben - ja sogar wenn sie vorgeben zu lieben, stecken Machtgelüste dahinter.
Verantwortung ist die urvitale Grundhaltung der eigenen Welt gegenüber: aktiv sein dort, wo wir lieben.
Verantwortung nährt sich aus Zuwendung und mündet in achtsame Aktivität zugunsten dessen, dem wir uns zugewendet haben.
Liebe ist die einzige Kraft, die jeglichen physikalischen Gesetzen spottet.
Die Macht ist ein Weib, das geil ist darauf, missbraucht zu werden.
200 Jahre nach Darwin erkenne ich endlich die entscheidende differentia specifica zwischen Mensch und Tier: Tiere töten - Menschen morden.
Es gibt bedeutend Freudvolleres als Freud.
Der grösste Fehler Darwins: die vertikale Anordnung.
Die erfolgreichste Hure der Menschheitsgeschichte ist die Wahrheit. Sie legt sich das gewünschte Gesicht, die erträumte Gestalt zu und mit jedem ins Bett, der sie ruft. Sie ist zudem die Einzige in ihrer Branche, die es gleichzeitig mit Millionen treibt, ungeachtet von Alter, Geschlecht oder Zahlungsfähigkeit. Und sie gibt ihren Freiern die von allen Schwächlingen so dringend benötigte Illusion, sie besässen etwas, um das die ganze Welt sie beneide.
Wenn die Relativität, die Modell- und Kontextgebundenheit der Wahrheit von der Mehrheit der Menschen erkannt würde, könnte es gemütlich werden. Vielleicht zu gemütlich?
Die einzige Pandemie ist der Mensch.
Kaum zwei Menschen sind sich einig bei der Frage, welche Tiere, welche Pflanzen, welche anderen Menschen Schädlinge seien. Aber alle Entitäten ausser dem Menschen sind sich einig, dass der Mensch einer ist.

Wie lange dauert es noch, bis der Mensch seine lächerlich vertikalen Vorstellungen mit sich an der Spitze aufgibt und das grandiose Vergnügen entdeckt, sich mitten in der Gemeinschaft aller Entitäten zu wissen, die - genau wie er - über den göttlichen Funken verfügen, der sich - genau wie bei ihm - nur dem Liebenden offenbart.

Endlich gibt es den todsicheren Tipp, wie Sie mit Sicherheit in jedem Umfeld die Aufmerksamkeit aller Umstehenden auf sich ziehen können. Sagen Sie möglichst alltagslocker: "Letzte Woche habe ich ja wieder so eine Schweine-Grippe gefasst!" Betonen Sie aber gekonnt sowohl 'Schweine' wie 'Grippe' und fahren Sie völlig easy fort mit Sätzen wie: "Mich triffts einfach jedes Jahr: 7 Tage Bett... - allein mit dampfenden Laken" oder ähnlich.

April 09
Gute Pädagogik bemüht sich stets um die Balance von Wissen, Können und Liebe. Wer nur weiss, wird zum nutz- und lieblosen Theoretiker. Wer nur kann, wird zum herz- und hirnlosen Macher, der tut, was er tut, schlicht weil er es kann. Wer nur liebt, der stolpert tolpatschig in die Irre, wie das Eso-Huhn, das den Fisch aus dem Wasser retten will, damit er nicht ertrinkt, sich dabei aber zum Glück so ungeschickt anstellt, dass er ihr immer wieder entgleitet – in seine Freiheit, nicht in ihre.
Männer lieben vielleicht hirnlos, vielleicht auch schwanzgesteuert, aber sie lieben. Frauen rechnen. Auch damit.
Die gefährlichsten Fundis sind die, die ihre Schnapsideen an lückenlosen Kausalketten vorführen.
Kausalität wurde erfunden, um individuelle Fürze besser aussehen zu lassen.
Ausser den Juristen scheint niemand begriffen zu haben, dass ein behaupteter Kausalzusammenhang - wenn er sich denn überhaupt als ein solcher entpuppt - auch noch adäquat zu sein hat, und dass die Beurteilung der Adäquanz eine sehr subjektive, kontextabhängige ist.
Wenn Formen klingen, Klänge duften, Düfte Farben tragen - wer wollte dann noch Stadt und Glotze missen?
Die Diskurs-Schlacht gewinnt nicht der, der die Aussagen der andern am besten versteht, sondern der, der möglichst alle andern falscher Sprachverwendung bezichtigt und damit das Definitions- und Deutungs-Monopol für sich zu reklamieren weiss.
Wenn Sie allen Wesen, die sich Ihnen auch nur einen Augenblick zuwenden, die Sie vielleicht sogar erziehen, unterrichten, motivieren, begleiten dürfen - wenn Sie all denen nur ein winziges Bisschen Liebe, Mut und Ungehorsam rüberbeamen können, dann haben Sie segensreich gewirkt und können dereinst auch getrost abtreten.
MUT ist die erste Silbe von MUTTER. Wenn all die lächerlich-feigen goldbefallschirmten Männlein das nur einsehen würden. Aber auch Einsicht bräuchte Mut.
März 09
Weite und Freiheit bewirken bei vielen nicht Begeisterung und Glück, sondern Gefühle existenzieller Verlorenheit. Dies macht Fundamentalismus jedweder Couleur so attraktiv.
Die erspriesslichsten Zweierbeziehungen sind die, bei denen wenigstens einer der zwei vier Beine hat.
Scheidungen zwischen Mensch und Hund sind vergleichsweise selten.
Tiere lesen Menschen besser und vor allem schneller als wir sie.
Alles an der Kommunikation ist mehrdeutig. Deshalb braucht es für halbwegs gelingende Rezeption mehr als das Hirn.
Alle wollen die Welt verbessern - die draussen.
Wie wärs denn, nach vielen Jahrhunderten VATI-kan, zur Abwechslung mal mit MAMI-kan? Katze statt Ratze und so?
Februar 09
Gefängnis-Sehnsucht: Der Mensch sehnt sich immer wieder zurück in das selbst errichtete Gefängnis seiner Denk-Axiome, Gefühls-Blockaden und Taten-Mauern und erschrickt über Freiheiten in allen Bereichen, lehnt sich an, ständig auf der Suche nach Orientierung gebenden Wänden, Leitplanken, an schon Gedachtes, schon Gefühltes, schon Getanes, immer unsicher um sich blickend, ob er im Trend liege, im Mainstream mit schwimme, im Chor mit lalle mit denen, die den Ton angeben, mit den 'Angebern', den Diskursbeherrschern.
Wenn wir für unsere Welt-Wahrnehmung selbst verantwortlich sind, könnten wir auch etwas lockerer mit den Wahrnehmungen anderer umgehen, die uns als 'Lügen' erscheinen. Es sind ja 'Nehmungen' - und jeder nimmt etwas anderes und klebt ihm die Etikette 'wahr' auf, hält es für wahr. Fürwahr kein Grund zur Aufregung. Solange er sich an die Spielregeln hält in all den Spielen, die er freiwillig mitspielt in irgendwelchen Kollektiven, kann uns doch piepegal sein, was er pivat für wahr hält. Aber Spielregeln für wahr erklären, ist ebenso lächerlich wie Moden, Trends ewige Gültigkeit zu verleihen.
Entscheid und Verantwortung gehören zusammen - eine alte, im Wohlfahrtsstaat und im Exzess-Kapitalismus in Vergessenheit geratene Erkenntnis. Man könnte sie ganz generell für Welt-Wahrnehmung anwenden: Was ich entscheide wahrzunehmen, dafür bin ich verantwortlich. - Aber wenn alle dies beherzigen, was sollen wir dann anfangen mit all den Erleuchteten, die sich von ihrem homerischen Gelächter kaum mehr erholen können?
Im sozialen Wohlfahrtsstaat rückt der, der rein gar nichts beiträgt zum Ganzen, der weder für sich noch für andere sorgt, immer mehr ins Zentrum. Die Verherrlichung des Faulen, Dummen, Verantwortungslosen, des Drückebergers verblasst erst beim völligen Bankrott des Staates, der dann - wie das in globalisierten Zeiten üblich ist, günstig von einem andern, noch etwas weniger dekadenten übernommen wird.
Dekadenz lässt sich am Mass des sich nicht verantwortlich Fühlens ablesen.
Ein TV-Gerät ist eine kluge Investition für demente Zeiten. Benutzt man es schon zuvor, hilft es sogar aktiv mit, dass sie dann auch wirklich eintreten.
Januar 09
Das Urteil sagt mehr über den Urteilenden als über das Beurteilte.
Wir reden von Nutz-Tieren - aber was nützt der Mensch?
Das Alter ist ein Segen - wenn es andere ereilt.
Hinter allem das Potenzial des Wandels entdecken.
Humor ist die beste Strategie, um nicht an der Dummheit der Menschen zu verzweifeln.
Im Bauch des Hochglanzwortes 'Treue' verbergen sich stumpfe Klösse wie Phantasielosigkeit, Bequemlichkeit, Ängstlichkeit, Feigheit und Impotenz.
Echte Freundestreue kann man nicht verlangen, nur freudig als Geschenk annehmen. Wer sie einfordert, erhält vielleicht Kadavergehorsam, Wohlverhalten aus Berechnung, oberflächliche, missmutig geleistete Bravheit oder er wird - weit häufiger und zu Recht - nach allen Regeln der Kunst betrogen.
Sicherheit und Tod sind Zwillinge - Freiheit und Leben auch.
und HIER geht's zur Sammlung - aber Achtung: Kinder haften für ihre Eltern...